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Pluralismus und Toleranz aus der Sicht des Christentums - Eine protestantische Perspektive -

Christoph Schwöbel 1

1독일 튀빙겐 대학

ABSTRACT

Die reformatorische Einsicht, die den Grund der Wahrheit nicht an der äußeren Autorität, sondern an der inneren Gewissheit der Wahrheit findet, war der entscheidende Impetus, der den religiösen Pluralismus der modernen polyzentrischen europäischen Gesellschaft an die Stelle der monozentrischen Religionssystem gestellt hat. Aber dasjenigereformatorische Prinzip der inneren Wahrheitsgewissheit gewinnt seine Geltung nur durch einen allgemeinen, umfassenden und gemeinsamen Wahrheitshorizont, der die religiösen Gewissheiten als vielfältige Wahrheitsansprüchen sinnvoll begründen kann, und dadurch kann. Durch diese Beziehung auf einen gemeinsamen Wahrheitshorizont, der den ungeschichtlichen Perspektiven zugrundeliegt, aber sie auch begründet, gibt es die Möglichkeit, Verwirrung und Konflikt, Konfrontation und Antagonismus zu überwinden. Die reformatorische Einsicht basiert auf der Unterscheidung zwischen der von Gott selbst konstituirten inneren Wahrheitsgewissheit und den daraus abgeleiteten äußeren Institutionen als menschlichen Produkten. Wenn die Wahrheitsgewißheit der Einzelpersonen immer nur passiv gegeben wird, da sie die menschliche Verfügbarkeit transzendiert, so ist daraus auch zu folgen, dass solche Gewissheit auch den anderen möglich sei. Toleranz gegenüber anderen Relgionen vollzieht sich nicht in der Relativierung der Wahrheit bzw. Wahrheitsgewissheit, sondern dergestalt, dass die Einsicht in die Konstitution der eigenen Wahrheitsgewißheit(und in ihrer Kritisierbarkeit) eine analoge Konstitution von Wahrehitsgewißheit auch bei anderen unterstelle. Dieses Verständnis der Toleranz nicht nur beinhaltet die grundlegende Kritik aller Arten Intoleranzen, die der Unverfügbarkeit der Gewissheit der Wahrheit widerspricht, sondern besagt auch, dass man durch das Gespräch zwischen unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften, die auf Grund der in der jeweiligen Wahrheitsgewissheit verankerten verschiedenen Lebensprinzipien und Basisorientirungen bestehen, die eigene Identität in Beziehung auf anderen Identitäten formalisieren kann. Nicht ein Konsensus über einen gemeinsamen Grund sondern das Anstreben gemeinsamer Ziele, der jeder auf Grund seiner eigenen Identität begründet, eröffnet eine Gemeinschaft tolerantes Zusammenlebens, d. h. ein Zusammenleben in dialogischer Differenz.

Citation status

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