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Hans Jonas' Philosophieren - Ein souverän und unabhängig philosophierendes Vorbild -

  • Journal of Humanities
  • 2007, (39), pp.179-214
  • Publisher : Institute for Humanities
  • Research Area : Humanities > Other Humanities

Song,Ahn-Jung 1

1성균관대학교

Candidate

ABSTRACT

Die spätestens seit den 70er Jahren unübersehrbar gewordenen globale ökologische Krise hat zu einer ebenso breiten wie tiefen philosophischen Rückbesinnung auf die Natur und auf das Verhältnis des Menschen zu ihr geführt. Zu den Autoren, die diese ökologische Wende eingeleitet und die einschlägigen philosophischen Bemühungen nachhaltig geprägt haben, gehört Hans Jonas. Sein 1979 erschienenes Buch Das Prinzip Verantwortung ist längst zu einem Klassiker geworden: vor allem wohl deshalb, weil er als einer der ersten das Ökologiethema von seiner philosophischen Tiefendimension her angegangen ist. Während sich seine im Prinzip Verantwortung vorgelegte Spätphilosophie seit nunmehr zwei Jahrzehnten einer anhaltenden Aufmerksamkeit erfreut, sind übrigen Teile seines Denkens im Wesentlichen nur von Spezialisten zur Kenntnis genommen worden. Tatsächlich weist sein philosophisches Sachffen drei große Phasen auf, die zugleich auch thematisch sehr unterschiedlich orientiert sind: zunächst hervorgetreten ist Jonas als Erforscher der spätantiken Gnosis; später widmete er sich vor allem der philosophischen Biologie; die Ethik der Verantwortung schließlich steht im Mittelpunkt seines Spätwerkes. Bemerkenswert ist nun, daß diese Phasen gleichwohl durch einen roten Faden inhaltlich miteinander verbunden sind. Seine gnosischen, naturphilosophischen, ethischen und metaphysischen Schriften können nicht völlig unabhängig voneinander betrachtet werdnen. Seine Philosophie des Organischen bildet das ontologische Fundament der Ethik. Das Prinzip Verantwortung war eben -wie es möglicherweise scheinen konnte- kein aus aktuellen Anlaß ad hoc entstandenes Werk. Jonas ist ein philosophischer Traditionalist, der nicht nur sein geistesgeschichtliches Wissen in systematische Gedankengänge einfließen läßt, sondern sich auch den Herausforderungen unserer Zeit, den Problemen der wissenschaftlich-technischen Zivilisation stellt. Sein philosophischer Gesichtpunkt, der trotz des häuftig verkündeten Endes der alten Metaphysik davon nicht lassen wollte, kann gerade als die Basis, auf dem Jonas die teleologische Naturphilosophie aufbaute, und seine Ethik als ein Anwendungsfeld dieser ontologischen Naturphilosophie verstanden werden. So gesehen muß Jonas mehr als Metaphysiker denn als Ethiker betrachtet werden, insofern sich sein ethischer Ansatz in seiner Metaphysik integriert bzw. aus seiner Metaphysik ableitet.

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