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Pax kantiana. Kant on perpetual peace in philosophy

  • PHILOSOPHY·THOUGHT·CULTURE
  • 2009, (8), pp.184~210
  • Publisher : Research Institute for East-West Thought
  • Research Area : Humanities > Other Humanities

Günter Zöller 1

1독일 뮌헨대학

Candidate

ABSTRACT

Der Beitrag untersucht Kants Gebrauch des rechtlich-politischen Symbolismus von Krieg und Frieden für die Selbstinterpretation der historischen Rolle der kritischen Philosophie. Nach allgemeineren Ausführungen zu Kants Einschätzung der Funktion von philosophischer Polemik wendet sich der Beitrag seinem wenig bekannten späten Aufsatz „Verkündigung des nahen Abschlusses eines Tractats zum ewigen Frieden in der Philosophie“ aus dem Jahr 1796 zu. Der Aufsatz wird in den zeitgenössischen Kontext von Kants Kontroverse mit dem Historiker und Publizisten Johann Georg Schlosser gestellt, der die Transzendentalphilosophie auf die mechanische Operationsweise einer „Formgebungsmanufactur“ reduziert und Kants Moralphilosophie als zum Zweck der Bildung kategorischer Imperative eine vollständige Naturerkenntnis erfordernd mißverstanden hatte. Kants Antwort an Schlosser platziert die Widerlegung der Einwände in den weiteren Kontext der kulturellen Rolle der Philosophie als Arena intellektueller Polemik. Nach Kants Ansicht vermögen weder der dogmatische Scheinsieg noch der skeptische Waffenstillstand den dauernden Frieden in philosophischen Debatten zu gewährleisten. Einzig das kritische Gleichgewicht zwischen der theoretischen Einschränkung der Vernunft auf mögliche Erfahrung und ihrer praktischen Erweiterung um unbedingte Handlungsprinzipien vermag es, die Welt der Gedanken mit einer beständigen Friedensordnung auszustatten, in der der Geist über die friedenserhaltenden Waffen starker Argumente verfügt.

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