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Puppet Theatre without Puppets: Walter Benjamin’s Radio Play ‘Radau um Kasperl’ and Its Media-educational Reception of Kasperl Theatre

  • Journal of Humanities, Seoul National University
  • 2026, 83(3), pp.265~295
  • Publisher : Institute of Humanities, Seoul National University
  • Research Area : Humanities > Other Humanities
  • Received : July 17, 2026
  • Accepted : August 10, 2026
  • Published : August 31, 2026

Kim Hyo Jin 1

1한국과학기술원

Accredited

ABSTRACT

Walter Benjamins Hörspiel Radau um Kasperl überführt das traditionelle Kasperltheater in das seinerzeit neue Medium des Rundfunks. Ausgehend von einer Analyse der historischen Bedeutung der Figur des Kasperls anhand von Benjamins eigenen theoretischen Konzepten zeigt der Beitrag zugleich, wie sich zentrale Linien seines Denkens erschließen lassen. Die Interpretation des Hörspiels trägt damit nicht nur zum Verständnis Benjamins als Rundfunkautor, sondern auch als Denker bei. Benjamin versteht das traditionelle Kasperltheater als ein Medium der Sprache, das die unmittelbare Vermittlung des inneren geistigen Wesens ermöglicht. Als Autor im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit überführt er das dem „Kultwert“ zugehörige traditionelle Kasperltheater in das Medium des Rundfunks, das dem „Ausstellungswert“ innerhalb der neuen künstlerischen Produktionsverhältnisse zugeordnet ist, und nutzt es als Verbindungsglied zwischen alten und neuen Medien. Wird Radau um Kasperl unter Rückgriff auf das Konzept des epischen Theaters als Verbindungsglied zwischen alten und neuen Medien analysiert, so wird deutlich, dass Benjamin mit diesem Hörspiel das Ziel verfolgt, das neue Medium pädagogisch nutzbar zu machen. Während Benjamins Hörspiel Radau um Kasperl bislang überwiegend unter dem Aspekt des epischen Theaters untersucht wurde, verfolgt der vorliegende Beitrag das Ziel, das Werk aus einer erweiterten dialektischen Perspektive neu zu interpretieren.

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This paper was written with support from the National Research Foundation of Korea.